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Spitalstraße und Kanonikerhäuser

Die Spitalstraße
Am Anfang der Spitalstraße links steht das Geschäftshaus Koch (ehemals Hotel Kaiserhof, dann Hotel Gebauer), erbaut Anfang des 19. Jahrhunderts.
Die Häuserreihe gegenüber beginnt auch mit einem Geschäftshaus Koch und markiert in etwa die Stelle, wo sich die Dreifaltigkeitskapelle, ein Anbau der Stiftskirche befand, die 1802 aufgehoben wurde. Ein uralter Prozessionsbrauch war „jin Sprenghollije-bittjaank“(Bittgang der springenden Heiligen). Diese Prozession pilgerte noch bis in die 1950er Jahre um diesen Häuserblock und hatte ihren Ausgangspunkt an der Wendelinuskapelle.
Geht man nun durch die Spitalstraße, erblickt man am Haus Nr. 5a (Kanonikerhäuser) einen Engel aus Sandstein. Dieser Engel war als Wappenhalter an der Prümer Abtsburg angebracht. Die Abtsburg war die Residenz des Abtes und stand bis 1886 vor der Abtei.

Die Kanonikerhäuser
In der Spitalgasse im Bereich der ehemaligen Stiftsfreiheit wohnten in sieben eigenen Häusern die Kanoniker (Stiftsherren, die den kirchlichen Dienst in der Stadt und dem näheren Umland leisteten). Haus Nr. 5 und Haus Nr. 6 stehen unter Denkmalschutz. Nr. 3 wurde im Jahr 1729 und Nr. 5 im Jahr 1761 erbaut. Beide Häuser brannten 1944 aus und wurden nach dem Krieg wieder nach altem Plan aufgebaut. Sehenswert ist die barocke Haustür am Haus Nr. 3. Die Stiftskirche war „Unserer lieben Frau“ (Maria) gewidmet. Neben der Kirche befand sich der Friedhof und ab 1187 ein Spital. Die Kirche wurde 1826 abgerissen um eine neue Straßenführung zu ermöglichen. 

Adresse

Spitalstraße 3-5
54595 Prüm