zur Übersicht

Stadtbrunnen

I. Szene: 800 -1000
Am Anfang steht das Kreuz, das auf dem Friedhof die Stelle anzeigt, an der der Altar der ersten Klosterkirche gestanden haben soll.  An einem Schreibpult sitzt Abt Regino, er stammte aus Altrip, er war ein bedeutender Geschichtsschreiber des Mittelalters, Musiktheoretiker und Kirchenreformer.
799 wurde die zweite Klosterkirche, die nach der Neugründung des Klosters durch König Pippin III. 752 an einem neuen Standort erbaut worden war, in Anwesenheit von Papst Leo III. und Kaiser Karls des Großen geweiht.
Wappen: Namenszeichen Kaiser Lothars I., das Wappen der Abtei, das Lamm mit Fahne (Erlöserzeichen)
Wasserspeier: Handschuh

II. Szene: 1000 - 1200
Im Mittelalter spielt das Handwerk eine wichtige Rolle und mit ihm die Standesorganisation, die Zünfte. Drei Handwerke sind angezeigt: Wagner - Bäcker - Schreiner.
Ein bedeutendes Jahr war das Jahr 1016, da Kaiser Heinrich II. dem kurz vorher gegründeten Marien-Chorherren-Stift (12 Chorherren) das Marktrecht verlieh. Dieser Markt existiert noch heute. Eine Marktszene zeigt einen Bauern, der seine Tiere anbietet, und eine Bauersfrau mit einer Prachtgans.
Wappen: Zunftzeichen der Schneider, Gerber und Bäcker
Wasserspeier: Gans

III. Szene: 1200 -1400
lm Laufe der Zeit war durch zahlreiche Schenkungen der Besitz des Klosters um Prüm herum stark gewachsen, Kaiser Friedrich II. erhob dieses »Ländgen« zu einem Fürstentum unter dem Fürstabt, der auf den Reichstagen mit der 65. Viril- oder Einzelstimme vertreten war.
Zu diesem Fürstentum gehörten die Räume Prüm, Schönecken und Schönberg.
Wappen: Schönberg - Manderscheid (die Grafen von Manderscheid stellten die beiden letzten Äbte) - Schönecken
Wasserspeier: drei Bierfässer der nächsten Szene.

IV. Szene: 1400 -1600
Fässer und Braukessel weisen darauf hin, dass es im Prümer Land zahlreiche Brauereien gegeben hat, in Prüm im Laufe der Zeit allein sieben. Die Fassade der Prümer Klosterkirche, die einzige Barockfassade in der Eifel, außer der Klosterkirchenfassade in Himmerod, erbaute der kurtrierische Hofarchitekt Georg Judas.
1576 verliert Prüm seine Selbständigkeit, das Fürstentum wird dem Kurstaat Trier einverleibt. Der Kurfürst fesselt das Prümer Lamm an den Domstein in Trier.
Wappen: Brauer - Kurtrier - Kurfürst Jakob von Eltz
Wasserspeier: Domstein.

 

V. Szene: 1600 -1800
Der bekannte Barockmaler Januarius Zick, der viele Kirchen in Süddeutschland ausgemalt hat, sitzt vor seiner Staffelei. Im Chor der ehemaligen Abteikirche hängen zwei Gemälde von Zick: die Gründung der Abtei und die Weihe der »Goldenen Kirche«. Daneben steht der Hofbaumeister Johannes Seitz, der Meisterschüler Balthasar Neumanns, vor der Fassade des Prümer Schlosses, das Kurfürst Franz Georg von Schönborn an die Abtei anbauen ließ.
Wappen: Hauswappen des Hauses Schönborn - Zunftzeichen der Maler - Wappen des letzten Kurfürsten Klemenz Wenzeslaus
Wasserspeier: Löwenkopf, Sternzeichen Napoleons

VI. Szene: 1800 - 2000
Napoleon besiegt Europa, auf sein Reich deutet der napoleonische Adler hin. Mit Napoleon begannen die Kriege in Europa. Eine Schlange hält in ihren sieben Köpfen die Vernichtungswerkzeuge von der Keule bis zur Atombombe. Aus dem Schwanz des Untiers wächst über eine Panzersperre des Westwalls Stacheldraht, der sich zu einem Kreuz formt. Als Zeichen der Hoffnung hat sich eine Taube mit einem Ölzweig im Drahtkreuz niedergelassen. Der Schmied setzt ein Zeichen, in dem er den Stacheldraht zu Händen der Versöhnung umschmiedet.
Seit den 50er Jahren finden in Prüm Ausstellungen der »Europäischen Künstler aus Eifel und Ardennen« statt. Eine abstrakte Figur weist darauf hin: Arme zweier Figuren breiten sich zum Willkommensgruß, die Figur in der Mitte steht für den Gast in Prüm. Am Ende des Jahrhunderts entlässt die Mutter zögernd ihr Kind in das nächste Jahrtausend. Eine Orchidee, der „Frauenschuh", bittet den Menschen, dafür zu sorgen, dass sie weiterleben kann, damit nicht die Vision wahr wird, die der Fisch mit Giftzeichen andeutet, es könnte kein reines Wasser mehr fließen.
Wappen: Preußen - Zunftzeichen der Schmiede - Wappen von Rheinland-Pfalz

 

Adresse

Teichplatz
54595 Prüm