zur Übersicht

Wendelinuskapelle

Die Prümer nennen es „Wendelshäuschen". Die Kapelle steht auf einer Anhöhe inmitten von mächtigen Kastanienbäumen. Sie wurde 1840 erbaut und dem Schutzheiligen fürs Vieh (besonders für Schafe) geweiht. Eine bereits im 17. Jahrhundert benannte Kapelle stand etwa 100 Meter entfernt, dort, wo sich heute das Konviktsgelände befindet. Die Prümer nennen diesen Bereich „Ordeler" (Urteil). Diese Stelle war auch der Ausgangspunkt der uralten Prozession: „Sprenghöllijebitjaank" (Springheiligenbittgang), die bereits im 13. Jahrhundert schriftlich erwähnt ist. Diese Prozession ist aber noch viel älter und wurde bis in die 1950er Jahre durchgeführt. Die Prozession, die hier ihren Anfang nahm, endete in der Sankt Salvatorkirche. An der Rückfront der Kapelle befindet sich außen ein Sandstein-Wappen des letzten Prümer Abtes Christoph von Manderscheid (1546-1576). Das Plateau am Wendelshäuschen, genannt „Zum toten Krieger" hat seinen Namen daher, dass seit dem Mittelalter Soldaten, die durch Krieg und Seuchen umgekommen waren, dort bestattet wurden.
Heute finden wir hier auch das Ehrenmal für die Toten des Ersten Weltkrieges. Es ist eine viereckige Basaltsäule, auf der ein sterbender Soldat ruht.
Davor steht eine Gedenkmauer, auf der die Toten des 2. Weltkrieges und die Opfer der Explosionskatastrophe vom Jahre 1949 aufgeführt sind.

Adresse

Kalvarienbergstraße
54595 Prüm