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Burgruine Schönecken

Die Burg Schönecken auch „clara costa“ genannt, wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Sie ist ca. 120 m lang und 60 m breit und wird an ihrer Süd-, West- und Nordseite durch steil abfallende Dolomitbergrücken begrenzt. Erbaut wurde die Burg von den Grafen von Vianden, die als Vögte der Abtei Prüm fungierten auf dem Gebiet der Abtei. Heinrich von Vianden wird 1264 als Herrn von Schönecken geführt.

Nachdem 1370 das Geschlecht der Grafen von Schönecken ausgestorben war, gelangte die Burg und die Herrschaft einschließlich der Vogtei Prüm an Herzog Wenzel von Luxemburg. 1384 wurde sie an den Trierer Erzbischof Kuno von Falkenstein verkauft. Jetzt kurtrierische Landesburg mit Sitz eines erzbischöflichen Amtmannes wurde die Burg mehrfach ein Pfandobjekt.

Bei einem schweren Ortsbrand wurde die Burg 1802 stark zerstört. 1804 versteigerten, die Franzosen die Burg auf Abbruch, die Steine und weiteres Material wurden zum Wiederaufbau des Ortes genutzt. Erst 1906 erfolgten erste Restaurierungsarbeiten die in den 70er und 80er Jahren fortgeführt wurden.

Heute ist die Burg im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz. Erhalten sind die zwei Türme der Südmauer, ein weiterer Turm zur Hälfte, der Rundbogen der Kapellenapsis und die Umfassungsmauern.

54614 Schönecken